Zwischen Natron, Bienenwachs und Kokosöl…

...ein Nachmittag im Zeichen der Naturkosmetik.
Kiwi mit kleinem Gefäß. Bild zum Naturkosmetik Workshop

Zwischen den jecken Karnevalstagen, konnte ich mir eine kleine Auszeit nehmen. Einen Nachmittag lang, beschäftigte ich mich mit der Herstellung von Naturkosmetik. Immer an meiner Seite: Katrin, unsere Naturkosmetikexpertin. Im Rahmen des kleinen Naturkosmetikworkshops, gab sie mir einen Einblick in die Theorie und Praxis der Herstellung von Kosmetik- und Pflegeprodukten. Und die bestanden alle aus natürlichen Inhaltsstoffen.

Als Naturkosmetikneuling, war ich unglaublich gespannt, mit welchen Produkten wir arbeiten würden und wie daraus am Ende eine kleine Pflegeserie entstehen sollte. Darüber hätte ich mir keine Gedanken machen müssen, Katrin hatte auf alle Fragen eine Antwort. Ob trockene, leicht fettende Haut oder Mischhaut; für alle Hauttypen gibt es die passenden Inhaltsstoffe. Und wer den Kurs besucht, bekommt noch extra Tipps oben drauf. Unser Ziel für den Nachmittag war es, ein Deo, ein Körperpeeling sowie eine Badekugel herzustellen. Schon mal als Spoiler vorab… Wir haben unser Soll erfüllt und ich habe die perfekten Produkte für meine Haut hergestellt. Aber nun immer der Reihe nach:

Die Inhaltsstoffe

Unsere drei Pflegeprodukte setzen sich aus unterschiedlichen Inhaltsstoffen, wie Natron, Rohrzucker, Ätherische Öle oder auch Bienenwachs zusammen. Erstaunt war ich, dass auch Ingwer sowie Zitronen- oder Limettenschale genutzt werden können. Wir verwendeten diese Zutaten, um unserem Hautpeeling eine frische und belebende Note zu verleihen. Doch genauer eingehen möchte ich hier auf die Ätherischen Öle. Diese verleihen unserer Kosmetik nicht nur einen Duft, den wir individuell gestalten können, sondern besitzen nebenbei noch beruhigende oder belebende Eigenschaften. Hier gilt es genau zu überlegen, für welchen Zweck ich sie einsetzen möchte und welche Öle gut miteinander harmonieren. Aber auch hier sei gesagt, Katrin stand mir mit Rat und Tat zur Seite und hat mich zum Mischen der Öle ermuntert.

Ölfläschchen

Zur Auswahl standen mir eine Reihe von Ätherischen Ölen, wie Lavendel, Lemongras, Mandarinenöl, Zitronenöl, Teebaumöl oder Bergamotte. Nachdem ich meine persönlichen Favoriten, Mandarine und Zitrone erschnuppert hatte, konnte es ans Mischen gehen. Aber Achtung! Da Ätherische Öle sehr konzentriert sind, genügen wenige Tropfen, um das gwünschte Ergebnis zu erlangen. Die Rezeptsammlung, die ich am Anfang des Workshops ausgehändigt bekam, verriet mir nun, welche Inhaltsstoffe ich nutzen musste, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Unsere Hilfsmittel

Für die Herstellung von Naturkosmetik werden ein paar Utensilien benötigt, die jedoch leicht zu beschaffen und immer wieder verwendbar sind. Die meisten davon hat jeder zu Hause, was die Herstellung von Naturkosmetik wesentlich vereinfacht. Für unsere Pflegeserie benötigten wir Müslischalen, Löffel, eine Herdplatte, eine Waage, Glasgefäße und ganz wichtig, ein Mittel, zum desinfizieren der einzelnen Dinge. Als Desinfektionsmittel nutzten wir Weingeist, den wir in eine Sprühflasche umfüllten. Ein kleiner Trick, der das Desinfizieren wesentlich vereinfacht.

Die Herdplatte benötigten wir, um das Kokosöl, die Sheabutter und das Bienenwachs zum Schmelzen zu bringen. Im geschmolzenen Zustand können diese Inhaltsstoffe gut mit den restlichen Zutaten vermengt werden. In kleinen Müslischalen, Glaskaraffen und Tiegeln durfte ich meine Pflegeprodukte anrühren und dabei immer wieder den Duft der Öle genießen. Durch die kleine Rezeptsammlung, ist es auch für Neulinge wie mich, kein Problem die Produkte einfach zu Hause nachzumachen.

Nachdem wir alle Inhaltsstoffe vermengt hatten und die richtige Konsistenz erreicht war, konnten wir unsere Tiegel befüllen. Jetzt heißt es für mich nur noch, die Produkte kühl und lichtgeschützt zu lagern und sich jeden Tag über ein nachhaltiges und pflegendes Produkt zu freuen. Ich bin gespannt, wie sich meine Produkte bewähren und werde mich auch an die anderen Rezepte herantrauen.

Resümee

Ganz klar ist, die Herstellung von Naturkosmetik macht Spaß! Zu sehen, was sich alles aus den einzelnen Zutaten zaubern lässt ist wunderbar. Besonders schön ist es, sich mit immer neuen Düften zu beschäftigen und an der richtigen Zusammensetzung, passend für die eigene Haut, zu tüfteln. Doch nicht nur der Spaß am selber machen steht im Fokus. Der wichtigste Grund ist wohl, zu wissen was in den Produkten enthalten ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass lediglich die Inhaltsstoffe verwendet wurden, die gut für die Bedürfnisse der eigenen Haut sind.

Also sage ich: Probiert es aus! Und da die meisten Sachen zu zweit mehr Spaß machen als alleine, schnappt euch eure beste Freundin, die Mama, den Partner, oder wer auch immer Lust darauf hat und taucht gemeinsam in die Welt der Naturkosmetik ein.

// Nina