Verträumte Bilder…

...Interview mit Valerie von Goldlicht Fotografie
Eine Frau mit einem hellbraunen Hut und rotem Lippenstift. Sie lächelt schräg in die Kamera. Sie trägt ihre Haare lockig über beide Schultern. Sie trägt einen weißen Pullover und sitzt auf einer Treppe. Sie ist Fotografin für eine Hochzeit.

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Mit ihrem natürlichen fotografischen Stil, hat sie uns direkt überzeugt. Seit wir unser Businessshooting mit ihr hatten, sind wir verliebt in ihre Arbeit und freuen uns sehr, sie als Partner bei uns zu haben. Die Rede ist von der lieben Valerie von Goldlicht Fotografie. Ich durfte sie für ein Interview besuchen und ihr ein paar Fragen zu ihrem wunderbaren Beruf stellen. Als Fotografin hat sie sich auf Hochzeitsfotografie und Portraitfotografie spezialisiert. In ihren Hochzeitsreportagen spiegelt sie den gesamten Hochzeitstag wieder und fängt dabei Momente ein, die oft am Brautpaar vorbeifliegen.

Liebe Valerie, magst du erst einmal kurz etwas über dich und deine Arbeit erzählen?

Valerie: Ja, sehr gerne. Ich bin 29 Jahre alt und wohne mit meinem Mann und unserer Katze in der Nähe von Köln. Es ist zwar alles etwas ländlicher hier, aber dafür auch schön grün und ruhig. Ich fotografiere jetzt seit ungefähr vier Jahren und bin spezialisiert auf Hochzeits- und Portraitfotografie. In der Portraitfotografie vor allem auf Paare. Irgendwann habe ich meine erste Hochzeit begleitet und festgestellt, wie viel Spaß mir das macht. Nach und nach habe ich immer mehr Hochzeiten begleitet und dadurch immer mehr Erfahrung gesammelt. Mittlerweile bin in den Sommermonaten fast jedes Wochenende auf Hochzeiten im Einsatz. (lacht)
Mein Ziel ist es dabei, die Paare so einzufangen, wie sie sind und wie sie sich zusammen geben. Also keine gestellten Fotos, sondern aus den Momenten heraus zu fotografieren. Ich fotografiere sehr viel mit natürlichem Licht, das heißt ich setzte eigentlich keinen Blitz ein, bis auf die Fotos am Abend und bei der Party. Dafür muss man natürlich das Licht beachten. Besonders schön ist es morgens oder abends. Dann hat man das typische Gegenlicht, das viele auch sehr mögen. Theoretisch kann man aber jederzeit und überall schöne Fotos machen, wenn man weiß worauf man achten muss. Zum Beispiel nicht im knalligen Sonnenlicht zu fotografieren, sondern dann eher in den Schatten zu geht. Viele Leute denken ja, dass die Fotos bei Sonnenschein besonders schön werden, aber eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall. Ich würde immer einen bewölkten Tag der Mittagssonne vorziehen.

Wann hast du deine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt?

Valerie: Ich war eigentlich immer diejenige in der Familie, die auf Feiern ihre Kamera dabei hatte. Auch im Freundeskreis habe ich immer fotografiert. Angefangen habe ich mit einer kleinen Digitalkamera. .Ich habe einen dualen Schulabschluss, also zusammen mit meinem Abitur auch die Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin gemacht, und dort die ersten Erfahrungen mit einer Spiegelreflexkamera gesammelt. Nach meinem Abitur habe ich dann Medienkommunikation und Journalismus studiert und während dieser Zeit bei einer Zeitung gearbeitet. Dort habe ich in der Lokalredaktion viele kleinere Termine besucht bei denen ich sowohl den Artikel schreiben, als auch die Fotos machen musste. Also hatte ich meine kleine Digitalkamera dort immer dabei. Das Problem dabei war, dass ich damit nicht wirklich als Journalistin wahrgenommen wurde. Aber als Student hat man noch nicht das riesige Budget, um sich eine teure Kamera zu kaufen. Meine Eltern haben mich dann glücklicherweise unterstützt und so konnte ich mir meine erste eigene Spiegelreflexkamera kaufen. Damit habe ich dann viel ausprobiert und schnell festgestellt, dass es unglaublich viel Spaß macht zu fotografieren und dass die Kamera noch so viel mehr kann. Man fotografiert dann ja zunächst nur im Automatikmodus – ich wusste aber von einem Fotokurs in der Schule, dass da noch viel mehr geht. Ich habe mir Stück für Stück einige Sachen selber beigebracht. Gerade im Internet, auf YouTube oder Pinterest, findet man viele Tipps zur Fotografie. Ich habe mich nach und nach eingelesen, viel ausprobiert und irgendwann auch einen Fotokurs an der Fotoschule Köln gemacht. Auch wenn der Kurs sehr technisch war, hat er mir viel geholfen, weil ich die Kamera jetzt viel besser verstehe. Das eigentliche Fotografieren kommt dann aber mit der Übung. So ein Fotokurs kann dir zeigen wie es grundsätzlich geht, du musst es dann aber umsetzen und ganz viel üben, üben, üben. Und dadurch wird man auch Stück für Stück besser. Ich habe dann angefangen erst die Familie und Freunde zu fotografieren, zum Beispiel meine Schwester, und schließlich Freunde von Freunden. Irgendwie fand ich es schon immer spannend, Menschen vor der Kamera zu haben. So ging das dann Stück für Stück und irgendwann habe ich mich getraut eine Facebook-Seite aufzumachen und meine Bilder zu zeigen. Und dann habe ich schließlich auch eine eigene Webseite erstellt. In der heutigen Zeit ist es ja cool, dass man dadurch super schnell viele Leute erreichen kann, ohne dass man viel Geld ausgeben muss. Eigentlich war es ab dann ein Selbstläufer.

Gerade bei der Fotografie, wo die Bilder schon für sich sprechen, läuft doch bestimmt viel über Mund-zu-Mund-Propaganda, oder?

Valerie: Das stimmt, da geht ganz viel über Empfehlungen. Meine erste Hochzeit hatte ich über eine Arbeitskollegin. Die Schwester meiner Arbeitskollegin wollte heiraten und meine Kollegin meinte dann: „Hast du nicht Bock? Die suchen noch einen Fotografen.“ Das war ganz spontan und für wenig Geld. Da ging es für mich auch um die Erfahrung. Ich glaube die Fotos habe ich dann anschließend gezeigt und nach und nach kamen dann die Anfragen. Und irgendwann dann auch von völlig fremden Menschen. Das ist wirklich aufregend, wenn man die ersten Anfragen von Leuten bekommt, die man gar nicht kennt.

So hat das mit der Hochzeitsfotografie also angefangen. Du hattest also nie den großen Traum Fotografin zu werden, sondern es ist gewachsen, mit dem was du gemacht hast?

Valerie: Ja, genau. Und momentan finde ich es einfach sehr spannend. Sich das selbst aufzubauen, der eigene Chef zu sein und auch selbst zu bestimmen wie du es entwickelst und was du alles vorantreibst. Es ist wirklich cool, sein eigenes Business zu gestalten. Man macht von der Buchführung bis zum Marketing ja wirklich alles selbst und muss dafür sehr viel lernen. Aber man lernt unglaublich viele Leute kennen, wenn man auch ein bisschen netzwerkt. Ich habe schnell festgestellt, dass man gerade untereinander viel voneinander lernen kann, wenn man nicht dieses Konkurrenzdenken hat, das einen eh nicht weiterbringt. Da muss man sich natürlich drauf einlassen, aber es macht super viel Spaß.

Hochzeitsreportage – Goldlicht Fotografie

Was gefällt dir an deinem Beruf besonders gut? Gerade in der Hochzeitsfotografie, was macht die für dich aus?

Valerie: Zum einen natürlich die Emotionen. Es ist ein sehr emotionaler Tag und man ist bei einem sehr privaten Ereignis, sehr nah dran. Man kann diese Momente festhalten und weiß, dass diese Momente unglaublich viel für die Leute bedeuten. Dass sie sich die Fotos auch länger angucken werden.
Und man hat mit glücklichen Menschen zu tun. Es ist immer eine super schöne Stimmung auf Hochzeiten und man sieht immer neue Locations. Man muss sich auf neue Gegebenheiten und neue Lichtverhältnisse einstellen. Man kann immer wieder neu kreativ sein. Das ist natürlich auch herausfordernd. Ich habe mich auf Reportagen spezialisiert, um den ganzen Tag abzubilden und alle Momente, die so passieren. Wenn du 10 bis 12 Stunden dabei bist, dann weißt du am nächsten Tag schon, was du getan hast.

Wie sieht ein Morgen danach für dich aus?

Valerie: Viele Fotografen nennen es den „Wedding-Hangover“, weil man sich am nächsten Tag wirklich fühlt, als hätte man den ganzen Abend durchgesoffen. (lacht) Obwohl man eigentlich nur tagsüber unterwegs war und dann vielleicht noch bis zum Anfang der Party dabei ist. Trotzdem fühlt man sich am nächsten Tag wirklich als hätte man einen Kater. Ich kann das gar nicht wirklich beschreiben.

Das stelle ich mir wirklich anstrengend vor. Man hält ja mit Sicherheit ständig Ausschau, was man gerade für einen Moment einfangen könnte.

Valerie: Ja, du guckst überall hin: wo passiert gerade etwas Spannendes, was kann ich als nächstes fotografieren? Und dann läufst, stehst und kniest du auch unglaublich viel – manchmal liege ich auch auf dem Boden, um eine gute Perspektive zu haben. Und gerade die Hochzeiten im Sommer, so im Juli bei über 30 Grad, die gehen dann schon an die Substanz. Nächstes Wochenende habe ich wieder eine und das Wetter ist ja momentan wirklich super heiß.

Und wie sieht ein Morgen an einem Hochzeitstag für dich aus? Hast du besondere Vorbereitungen, die du triffst?

Valerie: Eigentlich versuche ich den Morgen langsam anzugehen und für mich zu nutzen. Ich bereite alles am Abend vorher vor. Dann lade ich alle meine Akkus, formatiere die Speicherkarten und lege das ganze Equipment raus. Ich habe eine Fototasche, in die ich alles packe und zurechtlege. Am nächsten Morgen kontrolliere ich dann alles noch einmal. Ich habe immer Angst, dass ich irgendwas vergesse. (lacht) Ich habe aber auch zwei Kameras, also kann eigentlich gar nichts schiefgehen. Aber trotzdem ist das schon eine große Verantwortung, die man da hat. Dann versuche ich auch immer, am Morgen ganz viel zu trinken. Am Tag selber vergisst man das oft oder hat auch nicht die Zeit. Wenn du dann nicht genug getrunken hast, dann merkst du das ganz schnell. Gerade in der Hitze geht es dir auch irgendwann kreislaufmäßig nicht mehr gut.
Meistens geht es auch gar nicht so früh los. Gegen 11 Uhr das Getting Ready, mit den Vorbereitungen der Braut oder des Bräutigams. Je nach dem wie weit ich fahren muss, kann es natürlich auch schon um 9 Uhr oder früher losgehen.

Was machst du denn an deinen freien Wochenenden? Wenn du mal keine Hochzeit hast?

Valerie: (lacht) Auf jeden Fall die Zeit sehr genießen. Man weiß es dann auch viel mehr zu schätzen. Irgendwie ist das ja immer so. Ich unternehme dann was mit meinem Mann, Freunden oder der Familie. Am Wochenende habe ich sowieso oft Shootings. Egal, ob Hochzeiten, Paarshootings oder Familienshootings. Es ist natürlich so, dass viele Leute nur am Wochenende können, weil sie unter der Woche lange arbeiten. Also so richtig freie Wochenenden hatte ich schon lange nicht mehr. (lacht) Aber es ist eigentlich auch nicht so schlimm, weil es sich nicht nach Arbeit anfühlt. Weil es einfach eine schöne Arbeit ist.

Was macht für dich das Besondere an einem Paarshooting aus?

Valerie: Bei Paarshootings sind es auch die Emotionen. Das Zwischenmenschliche zwischen dem Paar. Und diese kleinen Momente, die es irgendwie ausmachen. Dieses eine Lachen. Es gibt da so ein paar kleine Tricks: zum Bespiel etwas ins Ohr flüstern – und schon bekommt man ein natürliches Lachen. Und auch hier, immer wieder neue Locations, die ich dann gerne ausprobiere.

Da wir ja auch ein Paket mit einem Paarshooting haben, erzähl gerne noch etwas über den Ablauf eines Paarshootings.

Valerie: Als erstes gucken wir gemeinsam welchen Termin wir festhalten können, damit man das auf jeden Fall schon einmal hat. Dann gucken wir gemeinsam, was zum Paar passt und auf was für Fotos die Beiden Lust haben. Oder auch für was sie die Fotos verwenden möchten. Manche Paare möchten beispielsweise ein Verlobungsshooting, dann ist es noch einmal ein bisschen anders, denn der Stil soll dann ein bisschen zur Hochzeit passen. Wenn es ein einfaches Paarshooting ist, ist die Frage, was das Paar ausmacht. Ich telefoniere auch immer gerne mit den Paaren, um das alles herauszufinden. Dann ist es natürlich auch wichtig, wo sie herkommen, damit wir eine passende Location im Umkreis finden. Nach dem Telefonat schlage ich meistens zwei bis drei Locations vor, es sei denn wir entscheiden uns im Telefonat schon für eine passende Location. Dann guckt man, je nach Jahreszeit, wann das Licht am besten ist. Wie gesagt, ich fotografiere sehr gerne mit dem Abendlicht, das heißt so eine Stunde vor Sonnenuntergang. Zusätzlich gebe ich den Paaren noch ein paar Tipps zur Kleidung. Ich schreibe natürlich keinem vor, was er zu tragen hat, das müssen sie dann im Endeffekt selber wissen. Aber ich gebe ein paar Empfehlungen, was zur Location passen könnte. Zum Beispiel sollte man nicht unbedingt wilde Muster oder Knallfarben tragen, wenn man in der Wahner Heide Fotos macht. Das würde sich einfach nicht so gut in die Umgebung einfügen. Ich empfehle eigentlich immer natürliche Farben. Nicht zu dunkel, weil Schwarz auch immer Licht schluckt. Wenn man etwas Helles anhat, reflektiert es schön im Gesicht. Ansonsten macht sich Kleidung mit ein bisschen Struktur auch immer gut. Stricksachen, ein Cardigan oder etwas, das zusätzlich noch ein bisschen Struktur gibt. Und dann trifft man sich einfach zur ausgemachten Zeit am Ort und startet mit dem Shooting. Es ist mir auch wichtig, dass die Paare nicht denken, sie müssten die ganze Zeit in die Kamera lächeln oder posen. Sie sollen auch ein bisschen die Zeit genießen und gemeinsam interagieren. Ich gebe dafür ein paar kleine Aufgaben, lasse sie spazieren, sich umarmen, kitzeln (lacht). Dadurch entstehen dann die natürlichen Momente aus der Bewegung, die ich festhalten will.

Hast du eine Lieblingslocation?

Valerie: Eine Lieblingslocation? … Also ich fotografiere generell immer draußen, ich mache keine Studiofotografie. Als Fotograf würde mich das einfach nicht reizen. Du machst ja immer das Gleiche, immer in der gleichen Umgebung. Das fände ich wahrscheinlich auf Dauer sehr langweilig. Aber eine richtige Lieblingslocation habe ich eigentlich nicht. Ich fotografiere gerne in der Wahner Heide, weil es da einfach von der Natur her sehr weitläufig ist und es schöne Farben für den Hintergrund gibt. Ich probiere aber auch immer gerne neue Sachen aus. Mal ist es industriell, dann ist es ein See, oder ein Naturschutzgebiet. Es gibt unglaublich viele schöne Ecken, auch mitten in der Stadt – man muss nur mal darauf achten. Seit ich fotografiere bin ich eigentlich immer auf der Suche nach neuen Orten für meine Fotos. Aus diesem Grund spreche ich vorher mit dem Paar und gucke, was es für Typen sind. Ich will auch niemanden in ein Blütenmeer setzen, wenn sie eigentlich aus der Stadt kommen und so gar nichts damit am Hut haben.

Hast du einen Ort, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Valerie: Es gibt viele Sachen, die beeindrucken sind und man kommt, auch durch die Hochzeiten, an viele schöne Locations, die man sonst nie zu Gesicht bekommen würde. Alte Burgen, mit einem super schönen Blick über den Rhein. Bei Bonn war ich einmal in einer richtig schönen, alten Burg. Mit einem total beeindruckenden, ganz alten Treppenhaus, was ganz verschnörkelt war. Und in Aachen war ich einmal auf einer Hochzeit in einem alten Kurhaus, glaube ich. Das war auch total schön. Draußen sieht man es dem Gebäude überhaupt nicht an. Die Location sieht aus wie ein Verwaltungsgebäude, mit einem ganz unscheinbaren Eingang. Aber wenn du dann reingehst, dann ist es richtig pompös und du wirst quasi vom Anblick erschlagen, weil man es gar nicht erwartet hat. Mit Kronleuchtern und einer ganz beeindruckenden Stuckdecke.

Du machst auch viele After-Wedding-Shootings. Wo liegt da der Reiz? Ich bin etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite kann man sich da die Zeit für Fotos nehmen, aber auf der anderen Seite ist man nicht mehr in der Hochzeitsstimmung, oder?

Valerie: Ich würde gar nicht sagen, dass man nur das eine oder das andere machen sollte. Ich finde schon, wenn es die Zeit hergibt und auch das Wetter, dann sollte man auch Fotos an dem Tag selber machen. Man hat wirklich dieses ganz besondere Strahlen und der Tag ist einfach einzigartig und wird für immer in Erinnerung bleiben. Manchmal ist es aber auch so, dass es total regnet, oder sich auch einfach keine Zeit ergibt. Generell kann ich After-Wedding-Shootings empfehlen, weil man sich seine Location komplett frei aussuchen kann. Wenn du dir an deinem Hochzeitstag einen Saal irgendwo in der Stadt gemietet hast und drum herum überhaupt nichts ist, wo man schöne Fotos machen kann, dann bietet siech ein After-Wedding-Shooting im Anschluss an. Dabei kann man dann die Uhrzeit und Location bestimmen. Viele Paare planen es oft so, dass sie nur vor oder während dem Sektempfang Zeit für Fotos haben. Dann kann ich einfach nicht so schöne Sonnenuntergangsbilder oder Gegenlichtbilder machen. Und ich habe festgestellt, dass Paare bei einem After-Wedding-Shooting viel entspannter sind. Sie sind dann bereit, auch andere Dinge auszuprobieren und es ist nicht so schlimm, wenn das Kleid dreckig wird. Es ist auch immer etwas Besonderes, weil sie noch einmal ihre Kleidung tragen können. Ich habe ja selber auch ein After-Wedding-Shooting gemacht und ich fand es richtig cool und konnte das Shooting sogar noch mehr genießen. Du erlebst es irgendwie bewusster, weil an dem Hochzeitstag selber alles so schnell an dir vorbeizieht. Du hast so viel im Kopf und denkst dir: hoffentlich passt alles, hoffentlich fühlen meine Gäste sich wohl. Du bereitest so viel vor und dann vergeht der Tag wie im Flug.

Wie schwer war es für dich als Hochzeitsfotografin, das Fotografieren bei der eigenen Hochzeit abzugeben?

Valerie: (lacht) Eigentlich fand ich es gar nicht so schwer. Es war nicht leicht sich für einen Fotografen zu entscheiden. Also ich sage es mal so, ich fand es nicht schwer, weil ich nicht denke: es macht eh niemand so gute Fotos wie ich. Das denke ich überhaupt nicht, eher das Gegenteil, da es so viele tolle Fotografen gibt. Und gerade, wenn du selber Fotograf bist, dann folgst du natürlich auch ganz vielen Leuten, die dich inspirieren. Daher fand ich es sogar schwierig, mich zu entscheiden. Aber im Endeffekt wusste ich, dass die Fotografin, für die wir uns entschieden haben, es perfekt machen wird. Weil ich natürlich auch ihre Arbeit kenne. Ehrlich gesagt habe ich mich einfach nur auf die Fotos gefreut. Und wir sind auch total happy mit den Fotos, weil sie genau den Tag widerspiegeln, wie wir ihn erlebt haben. Und es ist auch irgendwie cool, den eigenen Tag aus der Perspektive der Fotografin zu sehen und wie sie das alles eingefangen hat. Jetzt weiß ich meinen eigenen Job noch viel mehr zu schätzen, weil es einfach so wichtig ist, diese Fotos zu haben. Dadurch können wir den Tag noch einmal erleben. Sie hat zum Beispiel während der Trauung total viele schöne Fotos von unseren Gästen eingefangen. Wie sie sich umarmt und geweint haben. Das siehst du selber in der Trauung gar nicht unbedingt. Da sind so viele Momente dabei, die ich gar nicht gesehen habe. Und es ist so schön, diese Momente noch einmal zu sehen.

Hast du eine Lieblingseinstellung an der Kamera, oder ist das ein Berufsgeheimnis?

Valerie: (lacht) Das kann man gar nicht so sagen, das ist immer abhängig vom Licht. Aber ich fotografiere sehr häufig offenblendig. Das sorgt dafür, dass man diese Unschärfe im Hintergrund hat und das mag ich besonders gerne. (lacht) Zusätzlich kommt es natürlich auch auf die Location an und was man abbilden möchte. Wenn man natürlich einen super tollen Hintergrund hat und man will, dass man alles sieht, dann muss man das natürlich ändern. Aber für Paarfotos, wenn man die Paare auch ein bisschen aus dem Ganzen herausheben will, ist eine offene Blende ganz gut. Gerade wenn du Gegenlicht hast, kommt es zum sogenannten Bokeh, die Lichtpunkte im Hintergrund, die zum Beispiel durch die Blätter fallen.

Gibt es etwas, das du gerne einmal fotografieren würdest?

Valerie: Ich würde unglaublich gerne mal einen Heiratsantrag fotografieren. Vielleicht, wenn man ein Paarshooting hat. Dass dann die Frau oder der Mann nichts von dem Heiratsantrag weiß und es dann im Paarshooting passiert. Das fände ich sehr cool! Wenn du dann den Moment festhalten kannst, wenn der Ring gezückt wird. (lacht) Außerdem würde ich super gerne mal eine Hochzeit im Ausland fotografieren. Ich hoffe sehr, dass sich das irgendwann mal ergibt. Das wäre wirklich toll!

Liebe Valerie, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser Interview genommen hast und ich zu dir kommen durfte. Es war sehr spannend zu erfahren, wie du zur Fotografie gekommen bist und was sie für dich ausmacht. Vielleicht können wir ja bald gemeinsam einen Heiratsantrag mit Fotoshooting organisieren.

Wenn ihr nun Lust auf ein Paar- oder Verlobungsshooting bekommen habt, dann schaut einmal hier vorbei. Wir haben gemeinsam ein Shooting-Paket für euch erstellt.

// Nina

Paarshooting – Goldlicht Fotografie