Tourist in der eigenen Stadt…

...und warum auch das spannend sein kann.

Jetzt, wo die Tage kalt und ungemütlich sind, erwischen wir uns dabei an den vergangenen Sommer zu denken. Obwohl wir beide Wintermenschen sind und uns insbesondere gerne im Schnee aufhalten; die sonnigen und heißen Tage im Sommer haben doch auch ihren Reiz… So dachten wir uns, wir teilen mit euch, unsere Eindrücke von unserem letzten Ausflug, in die eigene Stadt. Ende August nutzten wir das schöne Wetter, schnappten uns die Kamera und machten uns auf den Weg durch Köln. Ziel war es, ein paar Bilder für unsere Homepage zu schießen. Dabei merkten wir schnell, dass wir uns wie Touristen in der eigenen Stadt fühlen. Bewaffnet mit Kamera und Rucksack, immer auf der Suche nach schönen Motiven.

Doch stellten wir schnell fest, dass diese Perspektive auf seine Heimatstadt nicht zwangsweise negativ sein muss. Uns wurde wieder bewusst, wie schön Köln doch eigentlich ist. Oft verliert man den Blick für die schönen Dinge, wenn man sie jeden Tag sieht. Gerade dann ist es wichtig, bewusst und mit offenen Augen, durch die Stadt zu gehen. Ein bisschen wie in einer Beziehung, in der man seinen Partner nicht als selbstverständlich ansehen sollte. Nicht immer einfach umzusetzen, doch definitiv die Mühe wert. Auch wenn wir uns diesmal wirklich an den gängigen Touristenpunkten aufhielten, konnten wir feststellen, dass es auch dort einige Dinge zu entdecken gibt. Insbesondere das Leben an diesen Plätzen und Sehenswürdigkeiten ist inspirierend und verkörpert die offene Lebenshaltung, die den Kölnern gerne nachgesagt wird. Zugegeben, das Wetter war an diesem Tag traumhaft, weshalb wir uns von der guten Laune und der Neugierde der vielen Menschen haben anstecken lassen.

Domliebe

Unser erstes Ziel war der Kölner Dom. Ganz klar, er ist und bleibt einen Besuch wert. Egal aus welcher Richtung man sich ihm nähert, er streckt sich imposant in den Himmel und auch wir sind wieder einmal seiner Anziehungskraft erlegen. Nicht umsonst wurde der Ausdruck „Home is where the Dom is“ ins Leben gerufen. Und auch wir kennen das Gefühl, das sich in einem breit macht, wenn man nach einem langen Urlaub über die Brücke fährt und den Dom wieder sieht. Da diesmal jedoch die Motivsuche im Vordergrund stand, gönnten wir uns lediglich einen kleinen Abstecher ins Dominnere. Die letzte gemeinsame Dombesteigung ist auch noch nicht so lange her.

Um auf die andere Rheinseite zu gelangen und den Ausblick von dort zu genießen, wählten wir den Weg über die Hohenzollernbrücke. Hier kam uns auch schon das passende Motiv für unser Liebestour-Paket vor die Linse.

Genau dann, wenn man einen Tag erwischt, an dem die Brücke nicht ganz so überlaufen ist, bieten die Schlösser einen überwältigenden Anblick. Jede Lücke und das noch so kleinste Loch wird genutzt, um ein Liebesschloss an der Brücke zu befestigen. Wir hoffen, dass wir mit unserem Liebesschloss-Goodie einen Teil zu dieser schönen Tradition beitragen können und weitere Schlösser hinzukommen.

Auf zur Schäl Sick

Unsere Motivsuche führte uns weiter auf die Schäl Sick, in Richtung Poller Wiesen. Hier wurde deutlich, dass sich das Leben, gerade aus touristischer Sicht, doch auf der Domseite abspielt. Vielen Menschen sind wir nicht begegnet und so konnten wir ein paar ruhige Plätze ausfindig machen. Von dort aus konnten wir sowohl den Blick auf den Rhein genießen, als auch die Skyline von Rheinauhafen bis zur Brücke bestaunen.

Fort X

Von den Poller Wiesen aus führte uns der Weg zurück ins Agnesviertel und zum Fort X. Hier, im Angesicht eines Teils des alten Kölner Festungsrings, wird Geschichte lebendig. Mitten in der Stadt, zwischen Einfamilienhäusern und Wohnhäusern befindet sich eine kleine Oase der Ruhe. Hinter den Mauern sind wir auf den wunderschöner Rosengarten des Forts gestoßen, indem es über 70 verschiedene Rosensorten zu entdecken gibt. Ein schöner, romantischer Platz, um gemeinsam auf einer Bank zu sitzen und die Sonne zu genießen. Im Inneren ist auch nicht viel von dem Trubel außerhalb der Anlage zu spüren. Das Gelände umfasst diverse Spielplätze und auf den umliegenden Rasenflächen wird gerne mit der Familie gegrillt, dennoch ist der Rosengarten einen Besuch wert, um einen kleinen Teil der Kölner Stadtgeschichte zu erleben.